Leibniz-Forschungsverbund
Energiewende

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Forschung

Die Forschungsagenda des Verbunds stellt drei Spannungsfelder in den Fokus, die aktuelle Debatten zur Energiewende prägen:

a) Zentrale vs. dezentrale Systeme
b) Private vs. öffentliche Interessen
c) Globale vs. lokale Wirkungen

Untersucht werden Konflikte und Engpässe innerhalb dieser zentralen Spannungsfelder, die den Transformationsprozess begleiten, und die zugleich als Hemmisse und als Chance für die Energiewende verstanden werden. Im Zentrum der Forschung stehen dabei die vielfältigen Schnittstellen zwischen technisch-naturwissenschaftlichen Problemen und damit einhergehenden gesellschaftlichen Fragen, die für die Gestaltung eines nachhaltigen, sozialverträglichen Energiesystems von entscheidender Bedeutung sind.

Der Leibniz-Forschungsverbund Energiewende steht in enger Verbindung zu zwei living labs, in denen die Möglichkeiten und Grenzen erneuerbarer Energiesysteme real erprobt werden. Beide Areale - ein städtisches Quartier in Berlin und eine ländliche Region in Anhalt-Dessau - bieten die einmalige Chance, zusammen mit Akteuren aus der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und der öffentlichen Hand, Forschungsfragen im Realexperiment zu entwickeln und Ergebnisse zu testen.

Die Komplexität der Herausforderungen erfordert die Expertise von WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen, die Ihre jeweiligen Kenntnisse und Methoden in gemeinsamen Forschungsvorhaben bündeln. Die integrierte Forschungsagenda des LVE sieht daher vor, die Spannungsfelder aus fünf unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, die zugleich die Kompetenzen der Mitgliedsinstitute widerspiegeln:

1) Stadt- und Raumentwicklung
2) Landnutzung und Nutzungskonflikte
3) Regulierung, Bildung und Akzeptanz
4) Soziale, ökonomische und ökologische Aspekte
5) Material und technische Innovationen